Ein bisschen Geschichte

Hier in der Gemarkung Traar entstand 1837 aus der Verbindung mit einem bäuerlichen Betrieb der Gasthof, der als Kutscherkneipe an der Chaussee Krefeld-Moers der Versorgung von Pferden und Fuhrleuten diente.

 

Die Wirtschaft führte zunächst Sibilla Lausberg. Ihre Schinkenschnittchen mit hausbackenem Brot waren bekannt und beliebt. Kutscher und Volksmund machten aus dem Namen der Wirtin das mundartliche Lusbergs Billa, was später zu "Lus Bell" wurde.

 

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1866 heiratete die Tochter Maria Lausberg einen Bauern aus der Familie Hannen, die in Generationenfolge das Haus bis 1972 führte.

 

Danach erwarben die Eheleute Tendick das Café-Restaurant, welches Sie modernisierten und zu einem Haus gepflegter Gastlichkeit entwickelten.

 

Am Rande einer reizvollen Bruchlandschaft zwischen Hülser Berg und Niepkuhlen ist die Gaststätte das Ziel vieler Naturfreunde.

 

 

Gedicht von Willy Hermes, aus dem Heimatbuch Traar, 1986

 

Lous Bill

Hier hat der Rhein sein altes Bett verlassen,

wo er sich wälzte, aber doch nicht schlief.

Zur Ruhe wies er Kühleborn, dem Nassen

Die Kull. Denn stille Wasser gründen tief.

Weil in dem tiefen, kühlen Grund die Fische

nur Wasser saufen, sind sie so still.

Das aber treibt mich an die schmucken Tische

der alten Schänke von Lous Bill.

 

Da draußen quakt es wie vor hundert Jahren.

Die alten Frösche wetzen noch das Maul.

Die Enten können sich das Schnattern sparen,

denn Wasser schmeckt hier doch ein wenig faul.

Doch schäumt das Bier und knallt ein Flaschenpfropfen,

wenn sich die Zecherkehle laben will,

lob ich den nassen aber bessern Tropfen

der alten Schänke von Lous Bill.

 

Was Frosch und Ente mir vom Wasser sangen,

hab´ich mit Mitleid ihnen nachgefühlt.

Ich bin dem Wein nie aus dem Weg gegangen,

und hab´mit Bier die Kehle ausgespült.

Und wenn der Nebel mich benebeln wollte,

dann wußt´ ich, was der von mir will:

Umkehren wieder, war es, was ich sollte

zur alten Schänke von Lous Bill.